Ich erinnere mich noch gut als ich das erste Mal von Firefox hörte. Einem kleinen schnellen Browser, der dem IE die Stirn bot, und mittlerweile eine ernst zunehmende Konkurrenz ist. Firefox ging neue Wege, und ebnete schon damals seine steile Karriere.
Warum Google Chrome?
Vor einigen Wochen stand für mich nun wieder ein Browserwechsel an. Eine Beta von “Google-Chrome 4″, welche nun auch Erweiterungen unterstützt. Seit Firefox hat es kein Browser geschafft mich zu einem Wechsel zu überzeugen. Google Chrome machte es mir wirklich einfach, die Übernahme der Bookmarks und Passwörter aus FF waren mit einem Klick erledigt. Die Erweiterung die ich benutze fand ich tatsächlich alle wieder, und die Geschwindigkeit des Browsers ist wirklich Atemberaubend. Die Geschwindigkeit wird vor allen Dingen durch die Weiterentwicklung der V8 Javascript Engine wesentlich verbessert. Mag man über Google sagen was man will, aber dieses Stück Software hat mich wirklich überzeugt.
Die Bedenken
Machen wir uns nichts vor, Google ist ein Unternehmen das Geld verdienen will. Die verschenken nicht einfach nur so aus Nächstenliebe einen Browser, das sollte klar sein. Sicherlich werden Daten an Google weitergegeben, was genau damit passiert kann wohl keiner so genau sagen. Wikipedia findet hiefür klare Worte:
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gab kurz nach Veröffentlichung des Browsers zu bedenken, dass in einigen Fällen Daten an Google gesendet werden können. Beim Tippen in der Adresszeile („Omnibox“), die zugleich Eingabefeld für Suchbegriffe und Webadressen ist, wird jedes Schriftzeichen unverschlüsselt an den vom Benutzer gewählten Suchdienst (standardmäßig Google, es kann aber auf jede Suchmaschine umgestellt werden) übermittelt, um Vervollständigungsvorschläge zu ermöglichen. Dieses Verhalten lässt sich in den Einstellungen deaktivieren.
Google führt in seinen Datenschutzbestimmungen diverse Informationen auf, die von Chrome an Google gesendet werden. Jede Installation erhält mindestens eine eindeutige Identifikationsnummer, die bei der Installation, bei der ersten Verwendung und bei jeder automatischen Aktualisierungsprüfung mit weiteren grundlegenden Informationen zur Browser-Installation an Google gesendet wird. Die Identifikationsnummer kann manuell entfernt oder über Software-Erweiterungen unterdrückt werden.
Hat der Nutzer zugestimmt, werden bei Programmfehlern Daten an Google übermittelt. Darunter befinden sich laut Google die erwähnte Identifikationsnummer sowie „Daten über momentan geöffnete Dateien, Programme und Dienste sowie Datei-Inhalte“. Google begründet den Schritt mit einer dadurch vereinfachten Problembehebung.
Auf die oben beschriebenen Punkte geht Google auf auf seinen AGBs ein, und erläutert recht genau wie man diese Funktionen im einzeln abstellen kann. Allerdings leidet darunter zum Teil das Handling des Browsers.
In diesem Artikel findet man eine guten Anleitung dazu, wie man das “Nachhause-Telefonieren” von Chrome unterbindet.
Fazit
Wer einen schnellen, schlanken und stabilen Browser möchte, sollte sich Google-Chrome mal ansehen. Mit dem Browser ist man wirklich sehr schnell im Internet unterwegs. Bisher hatte ich auch noch keinen Absturz zu verzeichnen, außer in seltenen Fällen ein Tab einfriert. Was aber das Surfen auf den anderen Tabs nicht beeinträchtigte.
Ich habe den Umstieg nicht bereut. Dadurch, dass im neuen “Chrome 4″ nun Erweiterungen möglich sind, ist der Browser eine gute und schnelle Alternative zu Firefox. Auch etlich Blogger Kollegen haben den Umstieg gewagt.

